Meine fleissigste Zeit

Ich zupf den Bass,
ich mäh das Gras,
ich kehr die Strass‘,
ich bin so krass!

Ich spiel die Harf‘,
ich sehe scharf,
ich deck Bedarf,
ich bin so brav!

Ich tanz Ballett,
ich mach das Bett,
ich säg das Brett,
ich bin so nett!

Ich helf dem Kind,
ich melk das Rind,
ich fang den Wind,
ich bin geschwind!

Ich laufe fort,
ich sieg im Sport,
ich geh an Bord,
ich bin ein Lord!

Ich fliege weit,
ich näh das Kleid,
ich lind’re Leid,
ich bin gescheit!

Ich denke schlau,
ich mache blau,
ich ruf Helau,
ich bin so rauh!

Ich mäh das Feld,
ich spar das Geld,
ich rett‘ die Welt,
ich bin der Held!

Ich wache auf,
ich seh mich um,
ich merke dann,
ich schlief … OH MANN!

Wachstum

Es fragt sich jeder Aktionär,
ob es denn nicht am Besten wär,
wenn seine Aktien gewönnen
und mit dem Wachstum bald begönnen.

Es glaubt auch gern die Firmenleitung
mit Blick auf Zeit und auch die Zeitung,
das Wachstum des vergangnen Jahres
bringt auch heuer sehr viel Bares.

Es reicht nicht nur Gewinn zu machen,
man lässt gern relativ es krachen,
denn der Gewinn wär absolut
doch nur in Relation wirds gut.

So sehen das zur Zeit die Raffer,
die Chefs, die Bosse, die Beschaffer,
die denen es um Geld nur geht,
weil nur mit Geld ihr Wohlstand steht.

Doch warum muss es Wachstum sein?
Warum reicht nicht Gewinn allein?
Hat niemals einer dieser Schlauen
die ständig sich ein Luftschloss bauen,
einen Ballon mit Luft beschickt
und war beim Platzen dann geknickt?

Jedes Wachstum endet mal,
weiterwachsen wird zur Qual,
immer mehr und mehr erreichen
schaffen nicht mal mächt’ge Eichen.

Drum schau nicht auf die Relation
nimm lieber die Absolution,
die ein Gewinn Dir geben kann,
denn Wachstum endet irgendwann.

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