Spaziergang

Die Sonne scheint, der Himmel bläut.
Das ist ein Wetter, das erfreut.
So dachte ich bei mir allein:
„Spazieren gehen wäre fein!“

Den Schuh geschnürt, das T-Shirt an,
so läuft er los, der Wandersmann.
Die Sonne strahlt, das tut er auch
und hat nicht mal Uran im Bauch.

Er wandert fröhlich vor sich hin,
die Schönheit der Natur im Sinn.
Dort läuft ein Reh, ein Hase hoppelt,
die Hummel summt, der Acker stoppelt,
der Habicht kreist, die Blume blüht,
das Füchslein pirscht, die Feldmaus flieht.

Nach einer Weile kehrt beglückt
der Wanderer nach Haus‘ zurück.
Die Eindrücke, die er gewonnen,
sind ihm wirklich gut bekommen.

Erneut denk ich bei mir allein:
„So ein Spaziergang, der ist fein.
Vielleicht schaff ich, der faule Sack,
dass ich es wirklich eimmal pack,
und nicht nur einfach sitzen bleib
und darüber Gedichte schreib.“

Wortspiele

Ein Wort ist stets bedeutungsvoll,
weil es etwas sagen soll.
Doch manchmal kann es auch geschehen,
dass wir die Worte falsch verstehen.

Bei manchen fragt man sich alsbald:
„Was war der wahre Wortgehalt?“

Wenn man den Geist dann etwas streckt,
wird ab und an ein Sinn entdeckt,
der vorher nicht zu sehen war.
Doch fragt man nach, dann wird er klar.

Ist ein Bote stets geschickt?
Steht was falsch – ist es verrückt?

Sind viele Öfen eine Herde?
Ist inhaltlos mancher Gelehrte?

Hat falsch gerühmt, wer sich verlobt?
Kann schwimmend laufen ein Gebot?

Sind Hennen eigentlich Legende?
Hat der Klatschmohn denn auch Hände?

Gehts nach der Hochzeit nur bergab?
Ob ich im Frontal Arbeit hab?

Sind Ballerinas Killerinnen?
Kann der Farfalle man entrinnen?

Ist Kuchen wohl ein kleines Rind?
Ist buchen eines Geistes Kind?

Man kann die Worte mehrfach nutzen,
sie verlängern oder stutzen,
kann sie verdrehen oder nicht –
und damit endet dies Gedicht.

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